Reishi Pilz

Reishi Pilz

Die Traditionelle Chinesische Medizin hält ihn seit Jahrtausenden in Ehren, die Moderne hat ihn – so scheint es - eben erst entdeckt: Den Reishi Pilz. Reishi ist der japanische Begriff, in China heißt der legendäre „Pilz der Unsterblichkeit“ Ling Zhi, und im deutschsprachigen Raum kennt man ihn als Glänzenden Lackporling. In Asien ranken sich unzählige Mythen um den unscheinbaren Gesellen. Kaiser, Mönche und Liebende sollen im Lauf der Jahrhunderte ihr Leben und ihr Schicksal dem Einfluss eines Naturheilmittels anvertraut haben, dessen komplexe Wirkkraft der westlichen Welt lange rätselhaft blieb. Erst moderne labortechnische Methoden brachten ans Licht, was die fernöstliche Heilkunst längst empirisch bewiesen hat. Der Reishi Pilz soll sich als Nahrungsergänzungsmittel positiv auf den gesamten Stoffwechsel auswirken können. Und das nicht etwa deshalb, weil er über wundersame Kräfte verfügt, sondern weil er in seinem festen bzw. verholzten Fleisch eine Vielzahl wertvoller, medizinisch wirksamer Inhaltsstoffe beherbergt.

Entsprechend interessant ist Ganoderma lucidum - so der wissenschaftliche Name - inzwischen für Anwender in aller Welt geworden. Forschungsergebnisse zeigen, dass der „ewige Pilz“ aufgrund der wirksamen Bestandteile in seinem Fruchtkörper unter bestimmten Bedingungen den menschlichen Organismus unterstützen kann. Das macht ihn vor allem in der naturheilkundlich orientierten Präventionsmedizin beliebt. Erfahrungsberichten zufolge soll der gesamte Organismus von der ausgewogenen Komposition an Vitaminen, Mineralien und hochwirksamen Vitalstoffen profitieren. Polysaccharide, Triterpene und besondere Spurenelemente können dem Körper auf vielen Ebenen dabei helfen, vital und aktiv zu bleiben. Neue Indikationen, die mit den überlieferten Anwendungsgebieten der traditionell asiatischen Heilkunst in Einklang stehen, kommen dazu. In China wird der Reishi Pilz heute sogar als begleitendes Therapeutikum bei Tumorbehandlungen eingesetzt. In Japan ist er sogar schon offiziell als Arzneimittel zugelassen.

Die Suche nach der bioaktiven Kostbarkeit hat die Menschen des Fernen Ostens lange beschäftigt, denn der Reishi Pilz macht sich in freier Wildbahn rar. Alten Geschichten zufolge hat sich mehr als ein chinesischer Kaiser bei dem Versuch aufgerieben, den Grundstein des ewigen Lebens in den endlosen Weiten seines Reiches aufzuspüren. In der Natur findet man den Reishi Pilz in Asien, Nord- und Südamerika und in Europa. Er siedelt vorzugsweise auf Laubbäumen, deren Holz und Stoffwechselprodukte ihm als Untergrund und Nahrungsquelle zugleich dienen. Rein äußerlich gibt sich der „König der Heilkräuter“ bescheiden. Ein glänzender brauner Hut ziert einen dünnen Stängel, der Fruchtkörper präsentiert sich je nach Art und Reifegrad unterschiedlich gefärbt. Kultiviert wird heute überwiegend der Rote Reishi, der leicht bitter schmeckt. Im Alter verholzt der Pilz, wodurch es den Anschein hat, dass das gesamte Reishi Myzel ewig lebt. Zum herkömmlichen Verzehr ist der Glänzende Lackporling nicht geeignet, entsprechend hat er als Speisepilz keine Bedeutung. Als moderne Nahrungsergänzung und in der Mykotherapie kommt der getrocknete Reishi Pilz vor allem in Form von Reishi Kapseln zum Einsatz.

Zum Abschluss noch ein interessantes Video zum Reishi: